Nachdem das Infektionsgeschehen rückläufig ist und immer mehr Menschen geimpft sind, setzt CDU-Bundestagskandidat Tilman Kuban seine ursprünglich für Oktober geplante Thementour „Gesundheit & Pflege“ fort.

Gemeinsam haben wir das Pflegewohnstift An der Schützenallee in Pattensen besucht. Heimleiter Martin Behrendt und Volker Schulze, Geschäftsführer der Trägergesellschaft, berichteten über die aktuellen Herausforderungen in der Pflege. Vor allem die ausufernde Bürokratie macht dem Seniorenheim zu schaffen.

Auch der Fachkräftemangel ist seit vielen Jahren ein Problem in der Pflege. Bund und Länder haben sich in den vergangenen Jahren um eine Verbesserung der Personalsituation bemüht. Mit der generalistischen Ausbildung wurde dafür Sorge getragen, dass zwischen Alten- und Krankenpflege einfacher gewechselt werden kann. Es gibt immer mehr pflegebedürftige Menschen. Ihre Versorgung muss sichergestellt werden. Daher muss der Pflegeberuf attraktiver werden. Das Pflegewohnstift ist da auf einem sehr guten Weg, was hohe Zufriedenheitswerte bei Mitarbeiterbefragungen belegen.

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) will der Bund für bessere Arbeitsbedingungen und zugleich eine Entlastung für Pflegebedürftige bei den Eigenanteilen sorgen. Ein zusätzlicher Bundeszuschuss stabilisiert den Zusatzbeitragssatz im kommenden Jahr. Wichtig ist bei dem Gesetzentwurf aber auch die Entlastung der Pflegebedürftigen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege.

Das Pflegewohnstift An der Schützenallee hat 88 Einzel- und 9 Doppelzimmer. Die Seniorenresidenz verfügt über eine großzügige Gartenanlage und bietet vielfältige Beschäftigungsangebote. Im Erdgeschoss wurde ein Bereich speziell für Bewohnerinnen und Bewohner eingerichtet, die an einer Demenz im fortgeschrittenen Stadium leiden. Das Pflegewohnstift ist mit 74 Beschäftigten und davon 8 Auszubildenden zudem ein bedeutender Arbeitgeber in Pattensen.